Wintersurvival im Westen

Geplant war nicht unbedingt ein Winterlehrgang, aber das ist eben Survival: die Natur gibt die Bedingungen vor. Und so war beim Survival regioSeminar der Landesgruppe West in Solingen ein Kleidungsstück besonders unentbehrlich – die Mütze. Eisiger Wind und nächtliche Minustemperaturen konnten aber nicht so richtig abschrecken, und so waren mehr Leute im Gelände als auf dem letzten Lehrgang auf der Matte! Dabei waren nicht nur ATKler; aus Wattenscheid waren Ajukateka gekommen, um auch einmal Survival zu machen.

Martin Sülz und der Jäger Boris Masurkewitz hatten sich Notunterkünfte und Jagdwesen im Survival zum Hauptthema gemacht. Boris unterrichtete dann auch Grundlagen des Fallenbaus (Achtung! Fallenbau und jagen mit Fallen ist in Deutschland verboten und wird hart bestraft. Es wurde nur zur Anschauung unterrichtet) sowie welches Wild man mit Fallen jagen kann und wo man es findet. In Kanada beispielsweise leben heute noch Menschen vom Fallenstellen.

Mit Martin ging es dann in den recht kahlen Winterwald, in dem von Frühling noch gar nichts zu sehen war. Hüttenbau, abseilen, erste Hilfe, Grundlagen Karte und Kompass, alles das wurde gemacht, denn in Bewegung zu sein war von Vorteil. Das abendliche Lagerfeuer wurde auch relativ früh verlassen, und drei Mann ließen es sich nicht nehmen, die gebauten Hütten auch zum Schlafen zu nutzen. Alternativen waren das Zelt, und für Neulinge mit nicht so guten Schlafsäcken durfte es ausnahmsweise der Betonboden des Bootshauses sein.

Am Sonntagmorgen begann der Tag wie üblich mit Frühsport, also SV im Gelände. Und danach durften alle mal eine Zeitlang in Ruhe dem Fluss lauschen. Die Meditation in das Survival einzubauen, hat Martin von Norbert Fritz übernommen, und es kommt gut an. Danach war wieder Bewegung angesagt, und mit Krankentransport, überwinden von Hindernissen, suchen und finden von Wildwechseln ging es noch einmal eine Runde durch den Wald.

Zum Ende wurde noch geprüft, wobei die „25er“ sich ihr Abzeichen redlich verdient hatten, da kam sogar die Sonne raus. Ein gutes Zeichen, denn das bedeutet, dass beim nächsten Survival im Westen wieder einige dabei sein werden.

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