Die großen Meister des Jiu-Jitsu waren es, die in jeder Epoche ihre Kunst besonders voranbrachten. Einige von ihnen möchten wir Ihnen nachfolgend kurz präsentieren.

Miyamoto Musashi

1584-1645, auch „Niten“ oder Shinmen Musashi No Kami Fujiwara No Genshin – ein Samurai des Harima-Clans, der die Kampfkunst im Familienstil vor allem von seinem Vater Munisai Shimmen lernte. Um 1634 entwickelte er als Ronin (herrenloser Samurai) seinen eigenen Schwertstil, den er Emmei-Ryu nannte, bevor er rund zehn Jahre später ein Leben als Einsiedler in den Bergen antrat.

Die großen Meister des Jiu-Jitsu waren es, die in jeder Epoche ihre Kunst besonders voranbrachten. Einige von ihnen möchten wir Ihnen nachfolgend kurz präsentieren.

Miyamoto Musashi

1584-1645, auch „Niten“ oder Shinmen Musashi No Kami Fujiwara No Genshin – ein Samurai des Harima-Clans, der die Kampfkunst im Familienstil vor allem von seinem Vater Munisai Shimmen lernte. Um 1634 entwickelte er als Ronin (herrenloser Samurai) seinen eigenen Schwertstil, den er Emmei-Ryu nannte, bevor er rund zehn Jahre später ein Leben als Einsiedler in den Bergen antrat. In seinen zahlreichen Zweikämpfen blieb er stets siegreich und gab seinen Stil u.a. an seinen Schüler Terao Magonojo Katsunobu weiter. Außer der Kampfkunst übte sich Musashi in vielen traditionellen Künsten, wie der Kalligraphie, der Malerei, der Bildhauerei und der Literatur. Bereits zu seinen Lebzeiten hatte er einen legendären Ruf, der bis heute durch zahlreiche sein Werk behandelnden Publikationen und Filme erhalten blieb.

Mataemon Iso

1764-1862, auch Minamoto No Masatori „Sekizai“ Yanagi – der Begründer des Yanagi-Ryu lernte seit dem 15. Lebensjahr das Yoshin-Ryu von Oribe Yanagi und das Shin-No-Shindo-Ryu von Joyemon Homma. Der Synthese beider Schulen fügte er eigene Konzepte hinzu und gründete daraufhin in Osaka das Yanagi- oder Tenshin Shinyo-Ryu. Der Stil beinhaltete das Prinzip des „Nachgebens, um zu siegen“, das über Isos Schüler Hachinosuke Fukuda zu Jigoro Kano und so ins heutige Judo gelangte. Weitere bedeutenden Schüler von Mataemon Iso waren u.a. sein Sohn Masatomo Iso und der Lehrer Ueshibas, Tokusaburo Tozawa.

Erwin Bälz

1849-1913, ein deutscher Medizinprofessor, der sich bereits in Europa für die asiatischen Kampfkünste interessierte. 1876, in einer Zeit, in der die japanischen Kampfkünste fast in Vergessenheit geraten waren, begann er, an der Universität in Tokio zu unterrichten und lernte zunächst Kenjutsu unter Sakakibara, später Jujutsu unter Totsuka. Unter seinen Studenten befand sich der junge Jigoro Kano, der sich ebenfalls für das Jujutsu begeisterte und mit der Begründung des Judo schließlich sein eigenes Konzept des Kampfsystems ins Leben rief. Bälz setzte sich zum Ziel, den japanischen Kampfkünsten zusammen mit Kano zu einer Renaissance zu verhelfen und unterstützte die Judo-Bewegung zeitlebens.

Jigoro Kano

1860-1938, der Begründer des heutigen Judo, der als Student an der Universität in Tokyo vier verschiedene Jiu-Jitsu-Stilrichtungen studiert hatte: Jikishin-Ryu, Kito-Ryu, Tenkami-Ryu und Yanagi-Ryu (Tenshin-Shinyo-Ryu). Er faßte die Kenntnisse aus diesen Systemen zu einem eigenen Wettkampfkonzept zusammen, das er Judo nannte und im „Kodokan“ unterrichtete. Sein Stil fand schnell weite Verbreitung und wurde in kurzer Zeit zum Pflichtfach an zivilen und militärischen Lehranstalten Japans. Er vertrat die Interessen der japanischen Kampfkunst im Nationalen Olympischen Komitee und bereiste vor allem die Vereinigten Staaten und Europa mit Demonstrationen seines Wettkampfsports, der sich heute einer außergewöhnlich breiten Anhängerschaft und großer Popularität erfreut.

Minori Mochizuki

Geb. 1907, Meister in zahlreichen japanischen Budo-Disziplinen. Er lernte Judo unter Kyuzo Mifune und Sanbo Toku, Iaido unter Hakudo Nakayama, Tenshin Shoden Katori-Shinto-Ryu-Kenjutsu unter Yazaemon Hayashi, Karate unter Gichin Funakoshi und Aikido unter Morihei Ueshiba. 1931 gründete Mochizuki seine eigene Schule und entwickelte einen Aikido-Stil, dem er die Bezeichnung Yoseikan verlieh. Er brachte viele bekannte Schüler hervor (u.a. den Franzosen Alain Floquet sowie Haruyoshi Watanabe und Hiroo Mochizuki) und ist heute der Kampfkunst-Meister mit den meisten Dan-Graduierungen in der gesamten Budo-Geschichte Japans (u.a. 9. Dan Jujutsu, 10. Dan Aikido).

Erich Rahn

Deutscher Wegbereiter des Jiu-Jitsu. Nach seinem Studium unter japanischen Meistern, darunter Katsukuma Higashi, widmete er sich der Verbreitung des Jiu-Jitsu in Deutschland. Er eröffnete 1906 eine erste Jiu-Jitsu-Schule in Berlin, veranstaltete in den 20er Jahren medienwirksame Demonstrationen und kämpfte gegen Herausforderer unterschiedlicher Disziplinen. Auch nach seiner Laufbahn als Kämpfer leistete er weiterhin bedeutende Öffentlichkeitsarbeit.

Horst Weiland

1928-2007,– einer der höchstgraduierten Jiu-Jitsu-Meister Europas (10. Dan) und Begründer des modernen Jiu-Jitsu-Kampfsystems. Nach langjährigem Studium der Kampfkünste organisierte er 1970 sein spezielles Jiu-Jitsu-System mit einheitlichen Ausbildungs- und Prüfungsrichtlinien in der Budo-Akademie-Europa, in deren Rahmen bis heute bedeutende Lehrgänge und Meisterschaften ausgerichtet und hochklassige Kämpfer herangebildet werden.

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