So ist Oxford-Jitsu – Jörg Gerdes besucht England

 

Für zwei Tage besuchte Jiu-Jitsu Bundestrainer Jörg Gerdes Anja Nussher vom Budo-Club Brombach zu einem internationalen Budoaustausch in Oxford / England. Die 30-jährige Kampfsportlerin lebt seit ca. einem Jahr in Oxford und trainiert dort im Oxford Üniversity Jitsu Club, welcher einem der größten englischen Verbände, der Jitsu-Foundation angehört. Neben einer kleinen Besichtigungstour zu Stonehenge stand „knallhartes“ englisches Jitsu Training auf dem Programm. Geleitet wird das Training dort durch Mary Bishop (3. Dan Jitsu). Jörgs persönlicher Eindruck vom Jitsu-Training:

  • Das Betreten der Matte (Tatami) war nur durch die Erlaubnis des Ranghöchsten erlaubt, erst nach diesem „Zeremoniell“ durfte dann die Tatami betreten werden.
  • Ähnlich wie bei den bereits gesammelten Erfahrungen in Japan wurde das Aufwärmtraining durch den ranghöchsten Schüler abgehalten und im Gegegensatz zu dem uns bekannten Aufwärmtraining (Spiele, Aufheiterungs- / Auflockerungsübungen) war es zwar gut aber eher zweckmäßig und recht militärisch.
  • Direkt nach dem Aufwärmtraining erfolgte dann das Fallschultraining, welches nicht einzeln, sondern mit der ganzen Gruppe in Dreierreihe und im Kniestand durchgeführt wurde.
  • Nach diesem Part erfolgte der Technikunterricht, jedoch trainierte man hierbei nicht mit einem festen Partner, sondern die Partner wurden immer wieder gewechselt (jeder mit jedem). Dabei wurde darauf geachtet, dass alle Techniken immer rechts und links ausgeführt wurden.
  • Zum Abschluss des Trainings gab es eine Art „Kreiskampf“, der aber anstatt in einem Kreis in einem V aufgebaut war. D.h. die Gruppe bildete zwei Reihen und der Verteidiger stand vor den beiden Gruppen. Nun erfolgten die Angriffe immer abwechselnd von jeweils einer Gruppe, die Angriffsgeschwindigkeit wurde dabei durch die Meisterin Mary Bishop gesteuert.

 

Im Anschluss an das Training ging es dann standesgemäß zu einem gemütlichen Plausch ins Pub, bis um Punkt 23:00 Ühr die Lokalität geschlossen wurde und der Heimweg blieb, um die Eindrücke des Tages zu verarbeiten. Nach einem gemütlichen, „nicht“ englischen, Frühstück, ging es dann am nächsten Tag mit dem Bus zurück zum Flughafen Heathrow. Jörg konnte in dem kurzen Aufenhalt viele neue Eindrücke sammlen und neue Budofreundschaften schließen – eine Fortsetzung der Reise ist für März 2011 geplant!

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