10 Trainingsideen mit Luftballons

Kampfsporttraining mit Luftballons – wer das bei einer Kindergruppe schon einmal gemacht hat, der weiß, welche Wirkung es allein schon hat, mit bunten Ballons beladen ins Dojo zu kommen. Aber Vorsicht: Auch Jugend- und vor allem Erwachsenengruppen, die noch beim Anblick von Luftballons die Augen verdrehen, können zu begeisterten Ballon-Fightern mutieren, sobald es ans Eingemachte geht! :)

Vorbereitungen

  • Luftballons! Anzahl nach Übungsauswahl anpassen und auf jeden Fall ein paar Ballons mehr vorbereiten. Erfahrungsgemäß gibt es immer Materialopfer…
  • Schnur, Gummibänder oder Klebeband (für das 1. Spiel)
  • Wer ältere (und vor allem viele) Schüler hat, kann auch das gemeinsame Aufblasen schonmal als erste Übung einbinden. Jeder 2 Stück – das geht schnell und schont die Trainerlunge.
  • Wer sowieso einen Tag der offenen Tür oder eine Faschingsfeier durchführt, bei der viele Luftballons zum Schmücken verwendet werden, kann eine abwechslungsreiche Luftballoneinheit direkt danach zur „Deko-Verwertung“ planen. :)

Aufwärmen & Spiele

  • Ballonkrieger: Jedem Schüler wird mit Schnur oder Gummiband ein Luftballon am Bein befestigt. Ziel des Spiel ist es, die Ballons der anderen zum Platzen zu bringen, ohne seinen eigenen dabei zu verlieren. Um allzu kräftiges Festhalten zu verhindern, wird eine Hand von vorn herein hinten im Gürtel getragen. Wer seinen Ballon verliert, muss auch die andere Hand in den Gürtel stecken und kann die Ballons der anderen nur noch mit den Füßen angreifen. Variante: Wer seinen Ballon verliert, macht einen Konditionssatz (z.B. 10 Sit-Ups). Mit zwei Ballons („Leben“) pro Schüler kann die Spieldauer verlängert werden. Ziel: lockeres Aufwärmen und Motivation, ca. 5 Minuten.
  • Ballonkicken: Zwei Partner kicken sich den Luftballon mit Fußtritten zu – immer abwechselnd, und wer den Luftballon nicht kriegt, bevor er auf dem Boden aufkommt, macht einen kurzen Aufwärmsatz (z.B. drei Liegestütze). Ziel: 2-3 Minuten durchführen, ggf. Partnerwechsel.
  • Ballontechniken solo: Jeder Schüler bekommt einen Luftballon und versucht ihn mit Tritten, Blocks oder Schlägen in der Luft zu halten. Variante: Anstatt Techniken vorzugeben, kann auch ein Körperteil für den Ballonkontakt vorgegeben werden, z.B. nur Kopf, nur Schulter, nur Ellbogen, nur Knie, nur Fuß etc. Die Vorgaben können auch während der Übung auf Zuruf schnell gewechselt werden. Ziel: 2-3 Minuten durchführen.
  • Staffel mit Luftballons: In eine normale Staffel „zum Mattenrand und zurück“ mit wechselnden Aufgaben lassen sich viele Luftballon-Durchgänge einbauen. Beispiele: Ballon hüpfend zwischen den Knien (oder Knöcheln) transportieren, in der Jacke verstecken, mit den Füßen vor sich hertreiben, auf der Brust balancieren, auf dem Bauch im „Spinnengang“ tragen… Beliebt (und manchmal gar nicht so einfach) ist auch das Ziel, den Luftballon, den man auf beliebig anstrengende Weise zum Mattenrand transportiert hat, dort durch Draufsetzen, Drauftreten, Reinschlagen o.ä. zum Platzen zu bringen. Ziel: komplette Staffel als zentrales Konditionselement aufbauen, ca. 10 Minuten.

Techniktraining

  • Richtungsweisende Luftballons: Eine interessante Übung speziell für Fußtritte. Ein Partner wirft den Ballon ca. auf Brusthöhe kurz einige cm hoch und geht aus dem Weg, der andere versucht den Ballon mit einem sauberen Fußtritt zu treffen. Die Richtung, in die der Ballon nach dem Treffer fliegt, zeigt an, ob die Kraft beim Tritt korrekt gerichtet war. Beispiel: Bei einem Halbkreisfußtritt muss der Ballon einen waagerechten Impuls zur Seite bekommen (und nicht schräg nach oben), bei einem seitlich oder vorwärts gestoßenen Fußtritt einen waagerechten Impuls nach vorn etc. Ziel: Mehrere Durchgänge mit verschiedenen Fußtritten, Schüler sollen Fehler in ihrer Technik anschaulich erkennen und direkt verbessern können.
  • Rollen über Luftballons: Eine Reihe von Ballons auf die Matte legen (oder nur Anfang und Ende einer Strecke mit Ballons markieren), über die Hechtrollen gemacht werden. So ergibt sich ein sicht- und spürbares Hindernis, bei dem aber die Hemmschwelle zum Ausprobieren niedriger bleibt als bei festen Hürden. Ziel: Länge bei mehreren Durchgängen erhöhen, bis die Schüler über ihre bisher maximale Strecke etwas hinausgekommen sind.
  • Luftballons aufheben mit Rollen: Mit Vorwärtsrolle erst einen, beim zweiten Durchgang zwei Luftballons mitnehmen. Als Variante anschließend Ballons in den Händen behalten und gleich noch eine Rückwärtsrolle ausführen. Ziel: mehrere Durchgänge, um das Gefühl für die Rollen unabhängig von der Unterstützung der Hände zu bekommen.
  • Pratzentraining mit Luftballons: Luftballons geben variantenreiche Zielpolster ab. Ein Partner hält den Luftballon so am Ansatz, dass er frei „schwingen“ kann und nicht kaputtgeht. Hoch waagerecht halten für hohe Kicks (vorwärts, Hammerkick), vor dem Körper halten für Halbkreis-, seitlichen oder Hookkick/Ura-Mawashi, einen oder zwei Ballons variabel halten für Faust-/Fuß-Kombinationen. Die Übungen können im Stand, im Gehen oder in der freien Bewegung durchgeführt werden und passen sowowhl ins technisch orientierte Aufwärmtraining als auch in den Stundenhauptteil. Vor allem bei Kindern gibt es hier neben dem Spaßfaktor den angenehmen Effekt, dass das haltende Kind die Kraft der Technik nicht so spürt wie bei einer klassisch am Körper gehaltenen Pratze. Ziel: mehrere Varianten nacheinander mit verschiedenen Techniken und Partnern. 10-15 Minuten.

Motivation & Abschluss

  • Ballontechniken im Kreis: Die Gruppe bildet einen Kreis, der Trainer (der am besten selbst mitmacht) tritt oder schlägt den Luftballon hoch, der nächste Kreisnachbar macht dasselbe, bevor der Ballon auf dem Boden aufkommt, dann der nächste usw. Ziel: je nach Gruppengröße z.B. 2 komplette Umkreisungen, ohne dass der Ballon auf dem Boden fällt.
  • Luftballon-Bruchtest: Partner erhalten die Aufgabenstellung, sich einen Bruchtest zu überlegen, bei dem der Luftballon auf jeden Fall beim ersten Versuch kaputt geht. Das erfordert einerseits eine geeignete Technik, andererseits ein gut überlegtes Halten durch den passiven Partner. 1-2 Minuten Überlegungszeit, anschließend demonstrieren die Paare ihre Bruchteste. Als Variante können Techniken auch grob vorgegeben werden: z.B. Faust, Fuß, Sprung, Fingerstich… Ideal, um die Luftballons am Ende einer Einheit platzsparend zu entsorgen. :)

Was fällt Euch noch ein? Habt Ihr schon einmal mit Luftballons trainiert? Was für Übungen macht Ihr? Schreibt uns Eure Meinung in den Kommentaren!

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