Danträger unter sich

Der Gastgeber war bestens vorbereitet: Für das Danträger-Seminar hatte Martin Sülz das Dojo aufgeräumt, liebevoll dekoriert und ein ebenso vielseitiges wie spannendes Jiu-Jitsu-Programm zusammengestellt. Ex-Nationalkämpfer Stefan Buben widmete sich der Bodenarbeit und zeigte den Jiu-Jitsuka, wie Judoka schnell und effektiv ihre Punkte machen, bevor ein gelangweilter Kampfrichter womöglich das unschöne Gerangel am Boden unterbricht. Auch die BI-Redaktion hat ihre Chance blitzschnell genutzt und eine Technikserie mit dem Meister aufgenommen, die in der Winterausgabe von „Budo International“ zu sehen sein wird.

Noch ein bisschen mehr Judo steuerte spontan BAE-Neumitglied Rainer Macharey (8. Dan Judo) bei, und für noch mehr Abwechslung und etwas Entspannung sorgte Ursula Hayashi mit der japanischen Heilgymnastik Sotaiho. Dabei geht es darum, auf den eigenen Körper zu hören, individuelle Bewegungseinschränken zu erkennen und ihnen mit praktischen Übungen zu Leibe zu rücken. So vorbereitet gab es auch keine Ausrede mehr, vor Claude Weilands klassischen – also gewohnt anspruchsvollen – Jiu-Jitsu-Techniken zu kapitulieren. Aber auch keinen Grund, am Ende des Trainingstages noch mal was Entspannendes zu machen: Statt dessen zauberte Claude zum Finale ein hundertprozentig wirksames Konditionstraining nach der Tabata-Methode aus dem Hut. Wenn hinterher kein Technik-Training mehr kommt, kann man sich doch endlich mal so richtig hemmungslos auspowern, und um nach einer klitzekleinen Pause abends noch um die Wuppertaler Häuser zu ziehen, reicht die Kondition allemal – es sind eben wahre Meister.

Das nächste Expertentreffen ist in Planung, dann sind die ATK-Meister an der Reihe – die Glücklichen.

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