Dreißig Diamanten

Nach langer Wartezeit war es nun endlich soweit. Endlich fand sie statt, die neue BAE-Lehrerausbildung. Veranstaltungsort war dieses Mal jedoch nicht das Dojo eines Clubleiters, sondern die eigens dafür organisierten Räume der Stadtkirche Vegesack, die regelmäßig für Veranstaltungen solcher Art genutzt werden. Man kann sagen, die angehenden Lehrer waren fast ganz oben angekommen – im Oberdeck! Drei herausragende Referenten unterrichteten in ihrem Fachgebiet und überzeugten so die Teilnehmer durch ihr Wissen und Können – auch BAE-Präsidentin Hanna Weiland, die ihre Repräsentationspflichten hier bei so spannenden Lehrgangsthemen besonders gern erfüllte.

Bereits am Samstag war Christoph Schomaker (Erfolgstrainer) angereist, um die neuen Lehrer in erfolgreicher Kommunikation, Führung, Motivation und Eigenmotivation zu schulen. Als Nicht-Budosportler präsentierte er seinen Blickwinkel auf die Dinge sehr anschaulich.
Einleitend lernten sich alle etwas genauer kennen und  sich gegenseitig einzuschätzen, was nicht bei jedem auf Begeisterung stieß, las er doch das geschätzte Alter oder die Bewertung des ersten Eindrucks. Im Anschluss an jede Einheit konnte jeder einzelne seinen „Diamanten“ des vorangegangen Themas auswählen. Nach erfolgreicher Kommunikation, Präsentation und Eigenwirkung galt es eigene Stärken und Schwächen herauszufiltern um den jeweiligen Teamtypen zu ermitteln. Bei einem kurzen Rollenspiel durfte jeder der  vier unterschiedlichen Typen einmal in die Rolle des anderen schlüpfen, und mancher fühlte sich sichtlich unwohl.
Beim Kundengespräch wurde anschließend scharf geschossen. Durch gezielte Fragen durfte sich der angehende Lehrer dem potenziellen Kunden nähern, der durch eine Zielscheibe dargestellt wurde. Als sich Andreas Schopper sicher war, schoss er seinen Pfeil ab und landete einen klaren Treffer!

Am Abend traf man sich in gemütlicher Runde um den Tag bei einem Essen abzuschließen. Auch hier wurden neue Kontakte geknüpft und es entstanden interessante Gespräche, die zur weiteren Kontaktpflege sogleich bei facebook gepostet wurden.

Auch der zweite Tag sollte nur Gutes verheißen. Während unten beim Sonntagsgottesdienst die Kirchengemeinde die spirituelle Basisarbeit leistete, erwiesen sich oben Norbert Fritz (EDC-Präsident) und Petra Hirlbach-Thomsen (Berufstherapeutin und Mentorin im aob) wieder einmal als eingespieltes Team. Sie beschäftigten sich eingehend mit Themen wie Stärken und Schwächen, Führungsposition im Kampfsport, Networking im Verband sowie den Zielen jedes einzelnen Teilnehmers. Um die Stimmung etwas zu lockern, wurden die anwesenden Danträgerinnen aufgefordert, von ihren ganz persönlichen Erfahrungen auf der Matte sowie ihrer Durchsetzungskraft zu berichten. Da hat so jede ihre ganz eigene Methode: Motivation, Lob, Drill oder dann doch die allseits beliebten Liegestützen…  Es sei dahin gestellt, ob ihre Schüler vor Begeisterung jubeln.

In einer Reflexionsrunde brachte jeder Meister noch einmal zur Sprache, was ihm an diesem Wochenende besonders in Erinnerung geblieben war. Und sei es nur die Abendveranstaltung am Samstag. Jeder war von der neuen Lehrerausbildung begeistert. Manch einer wünschte sich sogar eine Prüfung, um am Samstagabend noch einmal lernen zu dürfen und den Abend mit den Unterlagen vom Vortag zu verbringen (wer´s mag…). Nach mehrmaliger Nennung dieses Punktes zückte Frau Weiland sogleich Papier und Stift und notierte diesen Wunsch umgehend mit vielen Ausrufezeichen. Es war aber auch ohne Prüfung ganz toll!

Abschließend überreichte BAE-Präsidentin Hanna Weiland die Seminarurkunden und bat alle Teilnehmer zum Gruppenfoto. Dies sprengte angesichts der regen Teilnehmerzahl fast den Weitwinkel der Kamera. „Ich bin begeistert vom Zuspruch der Teilnehmer dieses Seminars. Mein persönlicher Diamant an diesem Wochenende war die bunte Mischung der Teilnehmer, die dieses Seminar so interessant und ansprechend machte! Teilnehmer aus Augsburg, München, Springe, Bremen, Ulm, Bünde, Wattenscheid und Oberberken sind jetzt die neuen Lehrer, die ihre Schüler auf dem Weg zum Meister noch etwas gezielter leiten und führen können und werden “, so Norbert Fritz abschließend.

Das neue Konzept hatte also einen erfolgreichen Start. Ab jetzt soll die Ausbildung alle zwei Jahre stattfinden, die nächste Chance zur Selbstreflexion in der Gruppe bietet sich also im Frühjahr 2014. Bis dahin gibt es hier Impressionen aus 2012 von harter geistiger Arbeit, zielstrebigen Scharfschützen und Motivation ohne Ende:

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