Wald- und Wiesn-SV

Hendl, Dirndl, Bier und ATK – eine ganz besonders delikate Mischung, wie Andreas Schopper mit seinem Oktoberfest-Seminar jedes Jahr zum Auftakt der Wiesn beweist. Für eine ausgewogene Mischung auf der Matte sorgte dieses Jahr Jörg Gerdes, der seine ATK-Techniken mit Elementen aus dem Jiu-Jitsu, Karate und Kick-Boxen verband. Ähnlich vielseitig präsentierte sich Senol Özgen, der mit Kombinationen aus dem Rantai Kung Fu, dem Cabales Serrada Eskrima und dem italienischen Messerkampf beeindruckte. Falls in nächster Zeit eine romantische Tour mit einer Schafherde durch die Alpen ansteht, wären Özgens SV-Techniken mit dem Hirtenstock wohl eine geeignete Vorbereitung. Aber sicher kann man sich damit auch beim anschließenden Oktoberfest-Besuch all zu anhängliche neue Freunde vom Leib halten. Worauf man dabei aus rechtlicher Sicht zu achten hat, erklärte Thomas Beyer in seiner Trainingseinheit – eine Abwehr soll eben nicht nur wirken, sondern auch der Situation angemessen sein und einen hinterher nicht wieder in Bedrängnis bringen, wenn der Oktoberfest-Kumpel wieder nüchtern ist und harmloses ATK für seine Kopfschmerzen verantwortlich machen will. ;) Dazu ist es dieses Jahr auf der Wiesn dann doch nicht gekommen, aber zum Glück können ATKler auch ohne Nervendruck Spaß haben – alles nur eine Frage der Dosierung von Dirndl und Hendl.

Ganz auf Abwehr verzichtet hat übrigens Jörg Gerdes im Interview mit dem Kampfsport-Webportal HOPLOblog: Dort berichtet er aktuell ganz offen Wissenswertes über seine Sammlung von Jiu-Jitsu-Büchern.

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