Sauber über den Tisch gezogen

Dass man ATK gut gegen mehrere Gegner verwenden kann, ist ja vor allem höheren Graduierungen geläufig – oder jenen, die es schon im Ernstfall anwenden mussten. Wie man dazu seine Umgebung positiv mit einbezieht, zeigte Fachwart Martin Sülz (5. Dan) beim regioSeminar in Wuppertal. Die Wand im Rücken oder der begrenzte Verteidigungsraum zum Beispiel an der Bar wurden von den Teilnehmern in ihre Abwehrkonzepte einbezogen, und es zeigte sich einmal mehr, wie gut ATK-Techniken in realen SV-Situationen umsetzbar sind. Die direkte konsequente Anwendung teilweise einfacher Grundtechniken reicht in der Regel aus, um sich dem Angriff zu entziehen und erfolgreich zu kontern. Auch gegenüber mehreren Gegnern kann es von Vorteil sein, wenig Platz zu haben, sofern man die Angreifer dadurch kanalisiert und dafür sorgt, dass sie sich gegenseitig behindern. Spätestens im Gedränge an der Bar wurde auch dem letzten Teilnehmer klar, was geht und was nicht. Wie muss ich eine Technik ausführen, um den wenigen Platz effektiv zu nutzen, und in welche Position sollte ich dabei nie kommen?

Wie man sich am Tisch sitzend verteidigen kann, egal ob im Büro oder im Biergarten, wurde ebenfalls in der entsprechenden Situation trainiert. Auch hier waren nicht neue Techniken entscheidend,  sondern der richtige Einsatz dessen, was man parat hat. Dadurch kann auch ein Weißgurt mit seinen wenigen Techniken aus einer solchen Situation etwas Positives für sich erreichen. Die höheren Gürtelgrade haben natürlich schon mehrere Variationsmöglichkeiten allein aus dem Grundprogramm.

Am Besten ist es ja letztendlich, wenn wir uns gar keinem solchen Konflikt stellen müssen, aber wie sagte schon Sun Tzu: „Siegen wird der, der gut vorbereitet darauf wartet, den unvorbereiteten Feind anzugehen.“

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