1. ATK worldSeminar setzt Maßstäbe

Ronald Kiss aus WienBeim ersten ATK worldSeminar der BAE am 9./10. Mai in Wuppertal kamen sie alle zusammen: ATK-Bundeslehrwart Achim Mölller (6. Dan) hatte seine Fachwarte und die Landesvertreter aus Österreich und Italien zusammen gerufen, und unter der Organisation von Martin Sülz den Lehrgang nach Wuppertal gelegt.

Achtzig Teilnehmer aus der ganzen Republik und Österreich konnten an zwei Tagen die ganze Bandbreite des ATK erfühlen und viele hochgraduierte Meister kennen lernen und mit ihnen trainieren. Der Vertreter Italiens Nino Farinella (5. Dan) mußte leider aus privaten Gründen kurzfristig absagen. Von hier aus also Grüße nach Sizilien.

Geboten wurde von den Referenten alles, was in der realistischen Selbstverteidigung wichtig und entscheidend ist. So zeigte Andreas Schopper aus München (4. Dan) SV in und aus der Bodenlage sowie Pistolenabwehren. Bei den letzteren erarbeitete er mit den Schülern, schon im Ziehen einer Waffe den Angriff zu erkennen und zu agieren.

Waffenabwehren waren auch das Thema von Ronald Kiss aus Wien (4. Dan), der auch auf unterschiedliche Funktionsweisen einzelner Waffen hinwies, und diese sinnvoll in die Techniken einfließen ließ. Fließen lassen war auch bei Martin Sülz (4. Dan), dem Gastgeber aus Wuppertal, besonders gefragt, ging es doch bei ihm darum, immer das richtige im entscheidenden Moment zu tun, egal wie der Gegner sich auch bewegt. Dabei war es wichtig, alle auftretenden Schwierigkeiten im Kampf mit den Grundbewegungen und Basistechniken zu lösen. Nicht nachdenken und immer richtig bewegen war das Ziel, das den Schülern und Meistern entsprechend ihres Könnens unterschiedlich vermittelt wurde. Bei Frank Belder aus Berlin (3. Dan) wurde in den unterschiedlichsten Varianten auf Gegner reagiert, auch schon in der Vorkampfphase. Einen Gegner noch vor dem eigentlichen Angriff unter Kontrolle zu kriegen war Aufgabe für die anwesenden Schüler und Meister.

Ein bißchen Theorie gab es dann auch noch. Claude Weiland (5. Dan) referierte über die Zentralkräfte im ATK, erklärte diese anhand von Skizzen und ließ sie dann praktisch umsetzen. Die Wirkung von Zentripetal- und Zentrifugalkräften erfährt man am besten, wenn man fliegt – in diesem Fall über die Matte. Aber auch Nervendrucktechniken sind am überzeugendsten wenn sie erfühlt werden. Dazu gab es nicht nur bei Claude sondern auch bei Achim Möller genug Gelegenheit. Nicht weniger schmerzhaft und effektiv waren seine Fingerhebel, die er in seinen Techniken mit der ihm üblichen trockenen Art vermittelte.

Die ATK-Sportler hatten also alle reichlich zu lernen, zu üben und manchmal auch zu leiden. Am Samstag Abend stand aber auch Entspannung auf dem Plan. Der Ausrichter – die Schule für Kampfkunst Wuppertal – hatte ein gemeinsames Grillen organisiert, das von allen sehr positiv angenommen und auch im nachhinein hochgelobt wurde. Wie die Wuppertaler allerdings entgegen allen Wetterberichten für einen warmen, trockenen Abend gesorgt haben, bleibt wohl ein Geheimnis. Kein Geheimnis ist das nächste ATK worldSeminar, denn dieses wird nach bisheriger Planung 2011 in Wien stattfinden. Man kann davon ausgehen, dass es wieder ein Topevent mit erstklassigen Lehrern wird – und da Wien immer eine Reise wert ist, sollten sich alle ATK-Interessenten dieses Ereignis schonmal vormerken!

 

Achim Möller aus BerlinFrank Belder aus Berlin

 

Gastgeber Martin Sülz aus Wuppertal

Paralleltraining bei verschiedenen Meistern

Claude Weiland aus Wilhelmshaven

Andreas Schopper aus München

 

 

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