nc12_header.jpg

Über Wilhelmshaven

Für die meisten deutschen Orte liegt Wilhelmshaven “weit ab vom Schuss”. Und das stimmt: die Schienen enden in unserem Hauptbahnof, statt wie in anderen Städten hindurchzuführen, es führt eine einzige Autobahn zu uns, die ebenfalls endet, und manche erzählen, selbst die Vögel würden hier umkehren. Nun, was sich nach einem Ende anhört, ist in Wirklichkeit ein Anfang. Und wie so oft bei solchen Phänomenen, steht eine große Geschichte dahinter…

Die große Geschichte

Unser Großmeister und der Begründer der Budo-Akademie-Europa, Horst Weiland (1928-2007), hat sich nach seinen wechselvollen jungen Jahren hier niedergelassen, um seinen Traum vom Budo zu verwirklichen. Und es gelang: die Schule, die er 1963 hier gründete, war eine der ersten privaten Sportstätten überhaupt und hatte für die Idee, mehrere Disziplinen unter einem Dach zu unterrichten, Vorbildcharakter.

Horst Weiland war ein charismatischer Lehrer und technisch ein Multitalent – neben seinen überragenden Fähigkeiten vor allem im Jiu-Jitsu, aber auch Karate oder Judo, entwickelte er mehrere eigene Stilrichtungen, darunter die heute weit verbreitete ATK-Selbstverteidigung sowie die Hybridsysteme ASD-Karate und Ajukate. Sein “Studio der Selbstverteidigung” in Wilhelmshaven wurde ganz gegenständlich zu diesem einen Dach, unter dem er die Budokünste vereinen wollte. Und unter diesem Dach werden sie bis heute unterrichtet. Die auf über 1200qm ausgebaute Sportschule ist heute auch Sitz der Budo-Akademie-Europa und ihres internationalen Lehr- und Leistungszentrums. Erlesene Seminare, großangelegte Meisterschaften (wie die BAE Open Championships), bedeutende Konferenzen zum Budosport finden seit mehr als 40 Jahren hier statt. Der Geist des Budo und des Sports, der Geist des lebenslangen Lernens und schließlich der Geist von Großmeister Horst Weiland und seinen großen Ideen, sind hier so zu Hause, wie an keinem Ort sonst. Für die Schulen und Schüler der BAE ist ein Aufenthalt unter diesem Dach daher immer auch ein Schritt hin zu den Wurzeln ihres eigenen sportlichen Lebens, für alle anderen der Schritt in eine große Hochburg europäischer Budokultur.

Nordseecamp – ein Teil der Geschichte

Traditionell veranstaltet die BAE ihre Sommerlager an wechselnden Orten, damit sowohl die Ausrichter als auch die Teilnehmer von der Abwechslung in Training und Urlaub profitieren können. So war es bis 2004, als das erste Nordseecamp in Wilhelmshaven stattfand, und die Stimmung gerade hier an diesem ureigenem Standort der BAE so einmalig war, daß Veranstalter und Sohn des BAE-Begründers Claude Weiland noch während des Camps beschloß, dieses zu einem zweijährig wiederkehrenden Ereignis zu machen.

Lehrer wie Schüler kennen Wilhelmshaven von ihren Besuchen bei großen Events, viele Lehrer haben sogar mehrwöchige bis mehrjährige Ausbildungen bei der Familie Weiland absolviert oder waren in diesem historisch-modernen Studio als Trainer tätig, bis sie eigene Schulen eröffneten.

Wer diesen Ort kennt, kehrt also immer ein wenig in ein Zuhause zurück, wo wenn nicht er selbst, so zumindest seine Disziplinen und seine Ausbildung einen Teil ihrer Wurzeln haben.